Stay soft - it looks beautiful on you

Aktualisiert: 6. Mai


|| Vorab Info:

dies ist ein Beitrag, der dich mitnimmt auf eine innere Erforschungsreise. Du kannst entweder ausschließlich den Fragen und Impulsen die an dich gerichtet sind folgen, oder dich ganz auf mein Erleben und Zeigen fokussieren. Oder dich auf beides einlassen und dich ganz dem Tanz der Wechselwirkung und Resonanz hingeben.

Kreiere dir eine sichere und geborgene Atmosphäre. Dann begebe dich auf deinen ganz persönlichen Seelen-Striptease, bei dem du dich selbst besser sehen und spüren lernst. ||






- Stay soft - it looks beautiful on you -


Ja, das ist ein wunderschöner Spruch und doch oft so schwer für mich umzusetzen.

Doch was braucht es um weich zu sein? Oder anders gefragt:

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Was brauche ich um mich innerlich anlehnen, zurücklehnen zu können und mich der süßen Hingabe zu öffnen?

Nimm dir einen Moment Zeit:

Atme, schließe die Augen und lass dich ganz in diese Frage sinken. Ohne Ziel, ohne eine Antwort auf die Frage haben zu wollen. Einfach nur sein, der Frage in dir lauschen, sie erfahren. Erlaube dir, dass alles sein darf. Alles. Atme.

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Welches Gefühl kannst du nun in deinem Körper wahrnehmen? Hat sich etwas verändert?

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Wenn ich dieser Frage in mir Raum gebe, kommt wie eine Luftblase, aus den Tiefen meines Inneren, als erstes das Wort Zeit. Ich brauche Zeit, um mich innerlich anlehnen und hingeben zu können. Ich spüre, wenn ich mir erlaube jetzt gerade mir die Zeit zum spüren zu geben, dann wird es weich in mir und es weitet sich.

Auch taucht mein Bedürfnis nach Ruhe auf und ich komme in Kontakt mit dem Stress und der Hektik, die meinen Alltag momentan stark prägen. Das schnürt mir die Kehle zu und ich möchte laut schreien, die selbst auferlegten Ketten sprengen. Doch etwas hält mich davon ab. Ich halte mich davon ab.

Vielleicht spürst auch du ein Bedürfnis, einen Wunsch eine Sehnsucht, die mit der Eingangsfrage zusammenhängt und vielleicht gibt es auch etwas in dir, das dich davon abhalten möchte, diesem Bedürfnis (in deinem Leben) nachzukommen?

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Welcher Anteil in mir, hält mich davon ab, meinem Impuls zu folgen?

Schließe die Augen und lass dich auch in diese Frage sinken. Erlaube dir, alles willkommen zu heißen, was sich zeigen möchte.

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Hat es eine Form? Hat es eine Farbe? Ist es ein Wesen?

Als Unterstützung kannst du gerne, das was du in dir erspürst aufschreiben! Oft zeigt sich im spontanen, intuitiven Schreiben viel Unbewusstes.

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Ich spüre in mir eine Scham hochsteigen. Sie hält mich davon ab, meine Ketten zu sprengen, meinen Stress loszulassen. Es klingt erst einmal merkwürdig, doch ich schäme mich, wenn ich nicht gestresst bin. Als ob es ein Verrat an mein Umfeld wäre, entspannt und glücklich zu sein, als ob ich damit etwas unerhörtes tun würde. Das löst in mir eine Irritation aus.

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Wie geht es dir gerade? Was machen deine Erkenntnisse mit dir? Kommen Bilder oder Gefühle?

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Beim nochmal hinfühlen, nehme ich wahr, wie die Irritation einer Trauer und einem zusammenziehenden Schmerz weicht. Es kommen Bilder und Situationen in meinen Geist, wo es als Jugendliche gefährlich für mich war, entspannt und glücklich zu sein. Auch, dass mir Vieles wie zugeflogen ist und ich auf vielen Ebenen Sorgenfrei aufwachsen konnte. Warum war es gefährlich für mich? Weil es Neid bei meinen Freundinnen erzeugt hat. Weil mir dadurch dann Liebe und Zuwendung entzogen wurden und ich einsamer dadurch wurde. Ich merke das Wort Einsamkeit räsoniert stark in mir. Woher kenne ich Einsamkeit noch in meinem Leben?

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Räsoniert das Wort Einsamkeit mit mir? Oder wo bin ich gerade?

Gehe mit dem Wort oder dem Gefühl, das gerade auftaucht in dir. Es kann auch etwas anderes als Einsamkeit sein.

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Wann in meiner (frühen) Kindheit bin ich damit schon mal in Kontakt gekommen?

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Es tauchen Bilder in mir auf, wie ich als kleines Kind alleine bin. Hilflos und irgendwie auch verloren. Bei Menschen die ich nicht kenne und die sich nicht sehr liebevoll und zugewandt anfühlen. Ich erlebe dieses Kind in mir verzweifelt rufen und weinen: Mama, wo bist du? Papa wo bist du? Warum habt ihr mich verlassen? Und wie aus dem Nichts, kommt das Bild hoch, dass ich wohl vorher sehr glücklich war, Freude erlebt habe, ausgelassen und entspannt war. Das Kind schlussfolgert, dass es wohl deshalb verlassen wurde und dass es wohl gefährlich ist, ausgelassen und zufrieden zu sein. Denn dann ist es (das Kind) falsch und nicht mehr liebens- und beschützenswert.

Wow, was für eine Erkenntnis!

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Zeigt sich gerade ein Verhalten oder eine Eigenschaft, die ich als Kind als gefährlich erlebt habe?

Atme. Und lass dir Zeit für diese Frage. Werde weit und lasse dich auch in diese Frage sinken, ohne eine Antwort haben bzw. erreichen zu wollen.

Vielleicht zeigt sich auch etwas und sofort kommt wie eine Schutzwand, die das Gefühl nicht mehr zugänglich macht. Auch das ist genau richtig und darf sein. Spüre die Liebe dir selbst Gegenüber, die sich durch diesen Schutz zeigt. Du bist es dir wert, dich zu schützen! Vor starken Gefühlen und Schmerzen! Vielleicht hat es sonst niemand getan, aber du tust es!

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Kleines Hintergrundwissen aus der Psychologie:

Kinder beziehen alles, was sie erfahren und was ihnen zugefügt bzw. angetan wird immer auf sich. Sie sind quasi Narzissten und gehen davon aus, dass alles mit ihnen zu tun hat. Was natürlich auch bedeutet, dass auch unschöne Handlungen und Verhaltensweisen der Bezugspersonen ihr Fehler ist. Deshalb machen Kinder oft den Rückschluss, dass ein Verhalten von ihnen zu dem unangenehmen Handeln der Eltern führt, und verbannen gewisser Maßen dieses ihr Verhalten in die tiefsten Tiefen. Denn dieses Verhalten ist gefährlich, da es (nach ihrer Logik) zu diesem Liebesentzug, Einsamkeit oder innere wie äußere Schmerzen führt, oder auch mehr.

Und ich möchte betonen, dass es eine kluge und tatsächlich lebensnotwendige Strategie des Kindes ist, dieses Verhalten bzw. diese Eigenschaft von ihm weg zu sperren, um dem wichtigsten Bedürfnissen, nämlich Zuwendung und Liebe, näher zu kommen. Beides braucht ein Kind tatsächlich zum inneren Überleben!

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Deshalb möchte ich dich an dieser Stelle einladen mit einem liebevollen und verständnisvollen Blick auf den Anteil, dein inneres Kind zu schauen, das sich nicht anders helfen konnte, als etwas in sich abzuspalten und weg zu sperren.

Wie sieht es aus? Was musste es wegsperren um zu überleben?

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Stell dir vor, dass sich ein warmer Mantel um diesen Anteil ausbreitet, es bedingungslos und liebevoll umgibt und dein inneres Kind darin geborgen und sicher ist. Vielleicht erlebst du auch ein warmes Licht, dass sich von Innen heraus ausbreitet und alle Angst und Spannung mit seinem Strahlen auflöst.

Bleibe hier, so lange du es brauchst. Vielleicht kommen auch körperliche Impulse, wie ein liebevolles Streicheln oder dich in eine Decke mummeln dazu. Erlaube dir, dass alles sein darf.

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Ich spüre ein Licht in meinem Herzen, das warm ist und angenehme Geborgenheit ausstrahlt. Es umschließt mein inneres Kind wie eine liebevolle Mutter und bettet es wie auf weicher Zuckerwatte. Ich nehme wahr, wie mein System weich und warm wird und Stress und Anspannung abfließen. Es taucht der Satz in mir auf:


Ich bin geliebt, in jedem Zustand

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Wie geht es mir jetzt? Taucht ein Satz oder ein Bild auf, das ich wie einen kleinen Schatz zu mir nehmen kann?

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Wir sind nun am Ende unserer Erforschungsreise angelangt. Nimm dir noch ein paar Momente um zu spüren ob du noch etwas zum landen brauchst.

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Ich danke dir für dein Einlassen! Egal ob du ganz deinem Prozess oder ganz meinem Prozess gefolgt bist, oder sich dein Weg durch beides gebahnt hat.

Danke für deinen Mut und dein Sein!

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Wenn du den Impuls hast, etwas von deinem Erleben zu teilen, dann kannst du dich damit entweder öffentlich in den Kommentaren zeigen oder mir auch eine Nachricht schreiben!


Auf bald du wundervolles Menschenkind!


Von Herz zu Herz,

Lydia

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